Arbeitsbereiche
Die niederdeutsche
Sprache
gehörte und gehört zu Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Förderung
stellt ein Hauptanliegen des Volkskulturinstituts dar,
denn die geistige Volkskultur in unserer
Region ist sehr stark durch das Niederdeutsche geprägt und das gesprochene Niederdeutsch
bewirkt auch heute noch ein besonderes
Zusammengehörigkeitsgefühl. Viele Vereine pflegen das
Plattdeutsche. Sie treten mit niederdeutschen Programmen auf,
organisieren plattdeutsche Talkrunden, gestalten Klönabende, das
VKI hilft ihnen dabei. Um die niederdeutsche Sprache zu erhalten,
ist es besonders wichtig, daß Kinder und Jugendliche
plattdeutsch sprechen. Das Institut bietet Schulen und Kitas
Fortbildungen und Materialien in Niederdeutsch an.
Die niederdeutsche Literatur erhält oftmals einen Sympathievorschuß, der zu intensiverer Aufnahme führt. Niederdeutschen Texten begegnet man heute in vielen Zeitungen, Zeitschriften und Büchern. Ihre literarische Qualität ist jedoch sehr unterschiedlich. Plattdeutsch Schreibende besser zu befähigen, den Erwartungen der Leser gerecht zu werden, ist ein weiteres Aufgabenfeld des VKI.
Niederdeutsches Theater und Bühnenspiel erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die Amateurbühnen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Plattdeutschen und werden dabei vom Volkskulturinstitut unterstützt.
Ein wichtiger Teil der überlieferten
Volkskultur sind Volkslied,
Volksmusik
und
Volkstanz.
Viele Chöre, Folkloregruppen und Volkstanzvereine benötigen
Texte, Noten oder Tanzbeschreibungen, das VKI bemüht sich um
deren Bereitstellung. Speziell für Kinder wurden neue
niederdeutsche Lieder gedichtet und Volkstänze vereinfacht.
Sitten
und Bräuche
haben nach wie vor eine große soziale Bedeutung. Sie fördern
das familiäre und gesellschaftliche Zusammenleben, verbinden die
Generationen miteinander, auch wenn der Ursprung und Sinn vieler
Sitten und Bräuche nicht mehr bekannt sind.
Kulturgeschichtliche Informationen,
Anregungen und Anleitungen für das eigene Ausprobieren alter
Bräuche zur Belebung des Alltags und traditioneller Feste will
das Volkskulturinstitut vermitteln. Neben persönlichen Festen
und den Feiern im Jahresverlauf sind das auch örtliche Feste,
z.B. Märkte und Umzüge sowie Berufsfeste, wie sie von den
Zünften gefeiert wurden.
Neben
den Sitten und Bräuchen in ihrem geschichtlichen,
sozialen und landschaftlichen
Bezug, ist die Beschäftigung mit der brauchgebundenen
materiellen Volkskultur
unerläßlich. Für die
Brauchausübung in der Gegenwart bieten materielle Kulturgüter
die Möglichkeit, in anschaulicher Weise kulturhistorisches
Wissen und Heimatgeschichte zu vermitteln.
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