SymbolVeranstaltungen

Das Volkskulturinstitut führt verschiedene Veranstaltungen durch. Zu den interessantesten und regelmäßig stattfindenden zählen die folgenden:

Der Plattdeutsch-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche "Wi snacken platt" Ostseegörenwird seit 1981 durchgeführt, seit 1992 gemeinsam mit dem Landesinstitut für Schule und Ausbildung und dem Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., finanziell unterstützt durch die Sparkassen des Landes. Kinder und Jugendliche stellen sich mit niederdeutschen Gedichten, Geschichten, Rätseln, Sprüchen, Sprichwörtern, Liedern und mit Tänzen in Gruppen- oder Solovorträgen den Jurys. Das Hauptanliegen der Veranstaltung ist, die Freude an der regionalen Volkskultur und der niederdeutschen Sprache zu fördern, sowie Anregungen und praktische Hinweise für das Erlernen zu vermitteln. Sprecher

 In Regionalausscheiden werden die Sieger ermittelt und kleine Preise vergeben. Die Erstplazierten erhalten außerdem eine Einladung zum Landesausscheid.

Seit 1982 finden Niederdeutsche Liederfeste "Nu kaamt tohoop" statt. UtkiekerSänger und Tänzer aus Mecklenburg und Vorpommern begeisterten die Zuschauer mit traditionellen Volksliedern und Shantys, mit neuen niederdeutschen Liedern und Volkstänzen.Breitling Die Resonanz bei Zuschauern und in der Presse bezeugt, daß die niederdeutschen Liederfeste einen unverwechselbaren Beitrag zur Pflege des regionalen Liedguts leisten.

 

Bei den Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer/innen und Zirkelleiter/innen, die auch allen anderen Interessenten offen stehen, gibt es je nach Angebot Vorträge zur niederdeutschen Sprache und Literatur, zu regionalen Sitten und Bräuchen sowie zur Heimatgeschichte, es können neue niederdeutsche Lieder einstudiert und regionale Volkstänze erlernt werden.

 

PublikumLesungen niederdeutscher Autoren, Werkstätten und Vorträge für Niederdeutsch Schreibende wollen die plattdeutsche Gegenwartsliteratur bekannt machen und die Autoren unterstützen.

 

Einmal im Jahr treffen sich niederdeutsche Vereine und Gruppen zum Plattdeutschen Tag "Plattdütsch läwt" in Rostock. Interessante niederdeutsche Programme und Lesungen, Vorträge und Erfahrungsaustausche bestimmen das Geschehen.Volksfest

Vertreter niederdeutscher Vereine und Gruppen des Landes finden sich auch bei den jährlichen Landeskulturtagen zusammen, um über ihre Tätigkeit zu berichten und Kontakte zu knüpfen.

 

Aktuelle Termine: 

    

03.12.2011      10.00-11.30 Uhr, Volkshochschule Rostock, Am Kabutzenhof, Aula
„Wenn de Kerzen lüchten"
Weihnachtsprogramm der Rostocker Vaganten  

 

Informationen und Anmeldungen zu allen Veranstaltungen erhalten Sie beim Volkskulturinstitut

                    Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Slüters Hochzeit

 


Rückblick

 


Ein historisches Spiel aus der
frühen Geschichte Rostocks
Anno 1528



Text und
dramaturgische Bearbeitung:

Hanns Rainer Perten
Gerda Strehlow
Kostüme:

Ilona Schuberts
Heide Lück
Theaterwerkhaus „Arche“ e.V.
Bühnenbild und Requisiten

Ilona Schuberts
Harald Buse

 

Mit seinen Vorstellungen und Taten sagte er den
weltlichen und geistlichen Obrigkeiten, den
Universitätsgelehrten, dem Rat der Stadt, den
Patriziern und dem Klerus, den Kampf an
Seine Gegner, die ihn wegen seines schwarzen
Haupt- und Barthaares den „schwarzen Ketzer"
nannten, trachteten danach, ihn verurteilen zu
lassen und wie Jan Hus auf dem Scheiterhaufen zu
verbrennen.

Zusätzliche Feinde erwarb sich Slüter, als er es
wagte, gegen das Zölibat zu verstoßen und Luthers
Beispiel folgend, 1528 die Tochter eines
Kleinschmiedes aus der Sackpfeife, Katharina Jelen,
zu ehelichen.
 

„Ich prophezeie Euch:
Die Zeit steht auf Sturm.
Alles Festgefügte gerät ins Wanken und
wird aus den Fundamenten gerissen
werden.
Und nichts wird bleiben, wie es einst
war...".

Prediger Paschen Gruwel

Magister Joachim Slüter kann als eine der
bedeutendsten Persönlichkeiten gelten, die in
Rostocks Mauern wirkten. Über sein Leben ist nicht
viel bekannt. Der um 1490 in Dömitz an der Elbe
Geborene vollendete sein Studium ab 1518 in
Rostock.
Die Reformationsbestrebungen, die Martin Luther
mit seinem Thesen gegen den Ablaßhandel im Jahre
1517 auslöste, begeisterten Slüter.
1523 wurde Slüter zum Kaplan an Sankt Petri
berufen. Nicht nur, dass Slüter das Evangelium
unverfälscht predigte, er tat es in Niederdeutsch, so
dass seine Zuhörer, Handwerker, Gesellen, Knechte
und Mägde, ihn verstehen konnten. Seine Predigten
fanden einen solchen Zuspruch, dass die große
Kirche die vielen Gläubigen nicht mehr fassen
konnte. So geschah es, wenn das Wetter es zuließ,
dass Slüter den Gottesdienst unter einer Linde
neben der Petrikirche durchführte.
 

 

Doch das Eheglück des Magisters währte nur knapp
vier Jahre. Nach längerem Siechtum verschied er
Pfingsten 1532. Gerüchte, man habe ihn vergiftet,
lassen sich nicht exakt belegen.
Kurz vor seinem Tode gewannen auch in Rostock
die Gedanken der Reformation die Oberhand. Der
Rat erklärte in einer „Ratsordnung in
Religionssachen" den evangelischen Gottesdienst in
allen Rostocker Kirchen für verbindlich.
Geblieben sind von Slüter die niederdeutschen
Schriften: Kathechismus, Gesangs- und
Gebetbücher.

Alle Rechte an Text und Aufführung von
„Slüters Hochzeit" liegen beim Volkskulturinstitut


 

 

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